Was ist der wesentliche Kostenfaktor beim Hochzeitsvideo ?
Der wesentliche Zeit- und damit Kostenfaktor ist die Nachbearbeitung:
Da die Nachbearbeitung in festem Zusammenhang mit dem Rohmaterial steht, läßt sich die ungefähre Arbeitsdauer am besten im Verhältnis zur Menge des Rohmaterials angeben.
Das gesamte Material muß mindestens einmal komplett gesichtet werden. Anhand der mit Ihnen während der Beratung abgesprochenen Randbedingungen (Stil etc.) entsteht hierbei ein Szenen-Liste für den Grobschnitt, anhand derer im nächsten Schritt das Rohmaterial auf den Schnittplatz übertragen wird.
Bis jetzt hat man in etwa nochmal doppelt so lange gebraucht wie Rohmaterial vorliegt.
Nun beginnt die eigentliche Schnittarbeit: Szenen werden feingetrimmt und verschiedene Varianten bezüglich Gesamtwirkung und Eindruck ausprobiert. Einzelne Szenen werden hierbei oft 8 bis 15 mal abgespielt bis es endlich 'paßt'.
Nachdem der Cutter mit dem Feinschnitt zufrieden ist, werden Szenen dort wo es sinnvoll und wichtig zum Erreichen bestimmter Wirkung ist, durch Übergänge verbunden. Dies können einfache Umblendungen sein, aber durchaus auch aufwendige Überblendeffekte wie z.B. Umblättern von Seiten, sich scheinbar in Wolken auflösende und davonfliegende Bildteile etc. Die Möglichkeiten sind hier beinahe unbegrenzt. Wichtig ist jedoch daß der Cutter bei der Sache bleibt; schließlich geht es um den Inhalt und nicht die Präsentation der technischen Trickkiste. Teilweise wird bereits in diesem Bearbeitungsschritt Hintergrundmusik zur Abrundung des Eindrucks oder zur Verstärkung der Gesamtwirkung ausprobiert und hinzugefügt.
Ebenfalls beim Feinschnitt werden bereits Bilder für Cover und Label ausgesucht. Der Feinschnitt dauert etwa dreimal solange wie Rohmaterial vorliegt.
Als vorletzter Schritt folgt die Tonbearbeitung: Die verschiedenen Tonpegel werden angepaßt um Lautstärkeunterschiede zwischen Szenen auszugleichen; eventuell störende Hintergrundgeräusche werden soweit erforderlich entfernt und Hintergrundmusik wird Ihren Wünschen aus dem Beratungsgespräch folgend eingearbeitet. Hier muß u.U. viel experimentiert werden bis der Gesamteindruck stimmt.
Die Tonbearbeitung dauert in etwa solange wie Rohmaterial vorliegt.
Im vorletzten Arbeitsschritt wird die Kalibrierung der Kopierrekorder geprüft und der fertige Film wird vom Schnittplatz auf Videobänder übertragen. Eines der Bänder wird komplett, die anderen werden stichprobenartig zur Qualitätskontrolle durchgesehen.
Im letzten Schritt werden Cover und Label für die Kassetten und Hüllen erzeugt.
Für die beiden abschließenden Schritte wird zusammen etwa die Rohmaterialzeit benötigt. Und nun endlich erhalten Sie Ihr Hochzeitsvideo.
Der Aufwand mit 16-facher Rohmaterialzeit für die Nachbearbeitungist beachtlich.
Von dieser vielen Arbeit sehen Sie nichts - aber Sie werden an Ihrem Hochzeitsfilm merken, daß es sich wirklich gelohnt hat.
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